TV-Tipp „Butter bei die Fische“: Romantische Komödie in Schleswig-Holsteins Sommerfrische
Schleswig-Holstein. In der Komödie „Butter bei die Fische“ bringen resolute Ruhrpottlerinnen Schwung in das ruhige Leben von vier schweigsamen
Schleswig-Holsteinern. Wie es nach dem anfänglichen Kulturschock zu romantischen Verwicklungen und kreativen Ideen zur Rettung der Dorfkirche kommt, können Fernsehzuschauer am 14. September um 20.15 Uhr im ZDF verfolgen.

Foto: Touristikverein Ferienland Ostsee e. V.:
Das Dörfchen in Schleswig-Holstein rund um die malerische Feldsteinkirche ist idyllisch und friedlich – aber so gut wie Frauenlos. Dorf-Pastor Hans Uwe (Peter Heinrich Brix) ergreift deshalb ohne Umschweife die Initiative: “Suche für drei liebevolle Männer die passenden Ehefrauen. Alter und Aussehen egal. Gerne tierlieb. Zuschriften unter Chiffre…”. Auf seine Anzeige machen sich vier Freundinnen aus dem Ruhrgebiet auf den Weg in den hohen Norden. Von der Vermittlungsgebühr will Hans-Uwe seine marode Kirche sanieren, doch zwischen den resoluten Ruhrpottfrauen um Petra (Ulrike Kriener) und Hans-Uwes wortkargen Nachbarn springt der Funke nicht auf Anhieb über. Hans-Uwe bangt um seine Vermittlungsgebühr, während seine Kirche immer baufälliger wird. Als Lebenskünstlerin Petra, deren Job als Gabelstaplerfahrerin von ihrem eigenen Sohn gekündigt wurde, sich mit unerschütterlichem Pragmatismus für die Kirchenrettung engagiert, geht dem verwitweten Pastor plötzlich selber das Herz auf…
Die romantische Komödie mit dem liebevollen Blick auf Norddeutschland und dem augenzwinkernden Spiel mit den Klischees vermeintlich typisch regionaler Eigenschaften wurde im schleswig-holsteinischen Ostangeln zwischen gelb blühenden Rapsfeldern in Szene gesetzt. Drehort war das malerische Dorf Toestrup mit der Feldsteinkirche St. Johannes aus dem 12. Jahrhundert. Dass Peter Heinrich Brix („Neues aus Büttenwarder“) sich in dieser Idylle gleich heimisch fühlte, ist kein Wunder – der Schauspieler stammt selbst aus Angeln und bezeichnet sich als „typischen Angliter“. Er liebt die hügelige Landschaft zwischen dem Ostseefjord Schlei und der Flensburger Förde und ihre Bewohner: „Da schwingt so eine skandinavische Gelassenheit mit“, schwärmt er. Brix’ Lieblingsort und Geheimtipp ist die Geltinger Birk. In dem wunderschönen Naturschutzgebiet in Ostangeln begegnet man mit etwas Glück sogar Wildpferden. Kollegin Ulrike Kriener („Männer“) stammt wie ihre Filmfigur Petra aus dem Ruhrpott und findet die „Rauheit der Nordsee reizvoller. Ich habe mal auf einer Hallig gedreht und mag den unfassbar großen Himmel, die Einsamkeit und Wattwanderungen.“ Um sich zu erholen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen fühlt sich die Wahl-Münchnerin dem Meer näher verbunden als den heimischen Bergen. Einig sind sich beide Schauspieler, wenn es um die Figuren in „Butter bei die Fische“ geht: „Die haben so eine Echtheit“, sagt Ulrike Kriener und Peter Heinrich Brix ergänzt: „Die Figuren werden nie verraten, ihre Würde wird immer gewahrt.“
Einen sehr realen Hintergrund hat auch der Kampf um die marode Kirche: Die Preview von „Butter bei die Fische“ fand als Benefiz-Veranstaltung in der nordisch-schlichten St. Johannes Kirche statt – denn wie im Film hat das Gotteshaus ein baufälliges Dach, das mit dem Erlös restauriert werden soll. TASH