Segeltourismus in Schleswig-Holstein auf Kurs

Schleswig-Holstein. Im Rahmen des landesweiten Projektes „Qualitätsoffensive im Segeltourismus“ stand die gestrige Informationsveranstaltung unter dem Motto „Segeltourismus in Schleswig-Holstein: Förderung – Marketing – Qualität“. Mit über 100 hochrangigen Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden erfreute sich die Veranstaltung in Damp einer großen Resonanz. Im Verlauf des zukunftsweisenden Fachaustausches informierten sich die Teilnehmer in verschiedenen Workshops über Fördermöglichkeiten, Marketingaktivitäten und Qualitätsansprüche.

LOGO: Qualitätsoffensive im Segeltourismus

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Dr. Gerald Gehrtz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg- Eckernförde, richtete einleitend zur Veranstaltung Grußworte an die Teilnehmer und betonte dabei vor allem die große Bedeutung des Segelsports und des Segeltourismus für das Land Schleswig- Holstein und den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Deshalb wird im neuen Tourismusentwicklungskonzept des Kreises das Thema Segeltourismus entsprechend berücksichtigt werden.

Nachfolgendes Impulsreferat von Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverband Wassersportwirtschaft, gab einen Einblick in die demografische und wirtschaftliche Entwicklung des Segelsports. So steuert der Wassertourismus in Schleswig-Holstein mit rund 600 Mio. Euro Umsatz 1/8 zum gesamten Tourismusumsatz des Landes bei. Aber der Markt steht vor großen Herausforderungen. Tracht: „Auf Grund des demographischen Wandels wird zukünftig der Anteil der Motorboote deutlich zulegen. Bereits heute wechseln rund ein Viertel der über 60-jährigen Segelbooteigner bei einem Neukauf auf ein Motorboot.“

Im Workshop Förderung konnten sich öffentliche Projektträger, gemeinnützige Organisationen und Unternehmen über Möglichkeiten der Förderung durch verschiedene Programme informieren. Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig- Holsteins, des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie des Interreg Sekretariat der Fehmarnbeltregion und der Investitionsbank Schleswig-Holsteins stellten verschiedene Förderprogramme vor. Dr. Kurt Puls, Abteilungsleiter Förderberatung Wirtschaft der Investitionsbank Schleswig-Holstein, erklärte: „Die Fördermöglichkeiten sind sehr vielfältig. Die IB Förderlotsen bieten daher eine unentgeltliche Beratung über die optimalen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten an.“

Mit großem Interesse wurde der Workshop der Produktentwicklung und des Marketing im Segeltourismus besucht. Dort wurde die Vermarktung des Segeltourismus in verschiedenen Destinationen vorgestellt. Vertreter aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie Friesland in Holland und der Region Ostdänemark zeigten, dass unterschiedliche Länder teilweise einen sehr unterschiedlichen Zugang zum Thema Segeln haben und sich dies sehr deutlich in der Vermarktung widerspiegelt. Zielgruppenorientiert, themenorientiert oder interessenorientierte Vermarktungswege zeigten, wie das Marketing im Segeltourismus in den verschiedenen Ländern aufgegriffen wird. Wichtig aber ist, Segeln als ganzheitliches Erlebnis zu begreifen und den Segeltourismus stärker mit dem Landtourismus zu vernetzen.

„Position und Zukunft der Segelschulen im Segeltourismus“ war ein wichtiger Workshop sowohl für Segelschulen als auch für touristische Unternehmen. Professor Dr. Götz von Rohr stellte die Ergebnisse der Segelschulstudie 2009 von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vor. Anschließend nahmen Steffen Häbich vom ADAC ,Leiter des Fachbereich Grenzschifffahrt und Sportschifffahrt, sowie Thomas Weinhardt, 1. Vorsitzender des Verband Deutscher Wassersport Schulen, und Edmund Löw ,Vorsitzender des Verband Deutscher Sportbootschulen, Stellung. Qualität und Qualitätssicherung sind wichtige Kriterien, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei spielt neben der Nachwuchsförderung auch die Servicequalität eine große Rolle. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die optimale Verknüpfung der Segelschulen mit den touristischen Leistungsträgern vor Ort.

Im Anschluss an die Vorträge stellte Knut Ley, Projektkoordinator von der Port Olpenitz GmbH den interessierten Teilnehmern das zurzeit größte touristische Projekt in Schleswig-Holstein vor: Port Olpenitz. In einer anschließenden Besichtigung bestand die Möglichkeit sich ein Bild von den Dimensionen zu machen.

Mit Investitionen in neue und bestehende Infrastruktur sowie ständigen Weiterentwicklungen im Bereich der Produktentwicklung und Servicequalität ist der Segeltourismus in Schleswig-Holstein auf einem guten Kurs.

Das Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union aus dem „Europäischen Fond für regionale Entwicklung“ gefördert.

Weitere Informationen über das Projekt „Qualitätsoffensive im Segeltourismus“ an der Ostsee Schleswig-Holstein sowie über Häfen, Segelschulen und über alle Angebote sind im Internet unter www.segelkueste.de sowie bei der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH und beim Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. CD

Autor: admin
Datum: Mittwoch, 11. November 2009 17:27
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